Buchcover Meyer, Kathrin, Hrsg., Was ist Natur? Annäherungen aus Kunst, Literatur und Wissenschaft. 220 Seiten. Hamburg: Mayrisch, erscheint 2020.

Darin drei Beiträge aus dem Englischen:
Exzerpt aus William Cronon, Nature's Metropolis, 1991;
Exzerpt aus Per Espen Stoknes, What We Think About When We Try Not To Think About Global Warming, 2015;
Kathleen Jamie, „Stimme des Waldes“, aus: Surfacing, 2019.

Was ist Natur? Fragen aus Kunst, Literatur und Wissenschaften Was ist Natur? Elementare Kräfte, die Leben ermöglichen oder auch zerstören? Unbebautes Land, Maisfelder, ein unendlich scheinendes Reservoir an Rohstoffen? Sich selbst überlassene Gebiete in Städten oder am Rand von Flughäfen? Eine trillernde Lerche über bunten Wiesen oder gentechnisch veränderte Organismen? Der Versuch, eine Antwort zu finden, wirft eher neue Fragen auf. Nur eines scheint sicher: Reden wir von Natur, reden wir immer vom Verhältnis des Menschen zur Welt. So fordert die Frage: „Was ist Natur?“ vor allem eine Auseinandersetzung mit uns selbst – mit unseren Vorstellungen von Schönheit, Lebendigkeit und Nutzen, mit unseren Werten und den Voraussetzungen, die menschlichen und nichtmenschlichen Wesen ein gutes Leben ermöglichen. Ökologische Krisen als Folge des Klimawandels oder das stark beschleunigte Aussterben von Pflanzen- und Tierarten zeigen deutlich, dass der Mensch Teil von Gefügen ist, sie maßgeblich prägt, aber auch von ihnen abhängt. Wie begreifen wir unsere Rolle, welche Verbindungen kennen wir noch nicht und welche blenden wir aus? In 13 Essays sowie in zahlreichen Auszügen aus Literatur und Lyrik werden die Vorstellungen von ›Natur‹ detailreicher und konkreter. Sie zeigen die Gefüge und Verstrickungen der unterschiedlichen Lebewesen, und wie der Mensch als Ko-Gestalter globaler Lebensräume wirkt, in denen menschliche und nichtmenschliche Wesen einander begegnen und beeinflussen. (Verlagstext)

Eingespielt: Kathleen Jamie, „Stimme des Waldes“, gelesen von Christoph Pütthoff